#faktenmontag zum 10. April 2017 – 10. April 1938 Volksabstimmung für den Anschluss Österreichs

Am 12. Februar 1938 spitzten sich die Gespräche zwischen dem Bundeskanzler Kurt Schuschnigg und Adolf Hitler zu, sodass Hitler sogar mit dem Einmarsch in

Zeitgleich forderte Hitler die Freilassung NationalsozialistInnen für die Funktionen in der Politik.

Schuschnigg sah keine andere Lösung, als am 9. März 1938 für den 13. März eine Volksbefragung einzuleiten und versuchte hiermit den Einmarsch nach Österreich zu verhindern, da er der Meinung war, dass viele Menschen aus Österreich gegen Hitler stimmen würden.

Seine Argumentation war für ein „freies, unabhängiges, soziales, christliches und einiges Österreich“.

Adolf Hitler war gegen die Einleitung einer Volksbefragung und drohte Bundeskanzler erneut am 10. März 1938, aber diesmal mit einem Ultimatum:

 

Absage der Volksbefragung oder Einmarsch!

Am 11. März 1938 forderte Hitler den Rücktritt Schuschniggs und besetzte Teile des Bundeskanzleramtes mit österreichischen Nationalsozialisten, sodass am Nachmittag Kurt Schuschnigg die Volksbefragung absagte.

Stunden später trat auch Schuschnigg zurück mit den Worten:

 

„Gott schütze Österreich“

 

Noch am selben Abend am der Befehl von Hitler, nach Österreich einzumarschieren.

 

Am 12. März 1938 marschierten 65.000 Mann in Österreich ein und am 13. März 1938 beschloss die österreichische Regierung das Gesetz über die „Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“

Der Bundespräsident Wilhelm Miklas weigerte sich das Gesetz zu unterschreiben und trat ebenfalls zurück, worauf Kanzler Seyß-Inquart als Staatsoberhaupt das Gesetz unterzeichnete.

Hiermit bestand der Staat Österreich nicht mehr.

 

In den Tagen darauf kamen weitere Wehrmänner nach Österreich und Hitler gab den Befehl viele Menschen gefangen zu nehmen.

Diese wurden am 1. April 1938 in das Kozentrationslager nach Dachau gebracht.

Die ersten Gefangenen waren Vertreter aus Politik/Polizei/Justiz, Jüdinnen und Juden, SozialistInnen und KommunistInnen.

Für den 10. April 1938 hatte Hitler eine Volksabstimmung angesetzt und dafür Gebote auferlegt:

 

  1. Keine Stimme darf durch Unachtsamkeit ungültig sein
  2. Wähle daher erst, nach dem du sorgfältig unterreichtet hast
  3. Dein Kreuz gehört in den großen Kreis, der mit Ja überschrieben ist

(Quelle der 3 Punkte: wien.gv.at)

 

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